Wir kennen und lieben alle den klassischen Schokoladenkuchen. Aber nur Schokoladenkuchen, der zwar auch schon alleine sehr lecker ist, wollte ich es diesmal nicht. Daher kam mir die Idee mit der Kokoscreme. Ich hatte noch ein Tütchen Kokosraspel in meinem Vorratsschrank. Ich stellte mir eine Torte vor – mit fluffigen Schokoböden und dazwischen eine zarte Kokoscreme – klingt doch herrlich oder? Also mir läuft da schon jetzt das Wasser im Mund zusammen und wie es ist bei euch? Die Torte sollte auch nicht zu kompliziert sein, so es auch Backanfängern gelingt. Und so entstand dieses Rezept, was einfach in der Zubereitung ist und optisch ein Hightlight auf deiner Kaffeetafel ist. Ich finde die zwei Schichten dunkel und hell einfach nur wunderschön, was meint ihr.
Schokoladenkuchen – wer kann da schon Nein sagen?
Mal ganz ehrlich: Kennst du jemanden, der keinen Schokokuchen mag? Also ich kenne niemanden! Aber so sehr wir diesen Klassiker lieben – manchmal darf es eben ein kleines Upgrade sein. Und genau hier kommt die Kokoscreme ins Spiel. Wenn man dunklen Schokoböden mit der weißen Kokosschicht kombiniert, sieht es aus wie bekannten Kokos- Schokoriegel im Supermarkt, nur eben in Form einer Torte. Die Creme bringt Frische mit und ist ein Ausgleich zu den Schokoböden und den Schokoladenguss. Probiert mein Rezept aus und überzeugt euch selbt.
Schokolade oder Kakao – bei mir kam Beides zum Einsatz
Die Basis für einen guten Schokoladenkuchen ist natürlich Kakao. Ob als Backkakao oder in Form von geschmolzener Schokolade, es liegt an euch wie intensiv das Ganze am Ende schmecken soll. Hier einige Backtipps:
Backkakao: Ein Pulver, der ungesüßt ist und sehr beliebt beim Backen ist. Er sorgt für die dunkle Farbe und für eine herbe Note.
Schokolade (Kuvertüre): Am besten eignet sich immer eine dunkle Variante mit hohen Kakaoanteil. Diese schmilzt besser beim Backen und sorgt später dafür, dass der Kuchen saftig bleibt und nicht trocken wird.
Da in meinem Rezept der Schokokuchen noch eine Kokoscreme bekam, habe ich nur Backkakao verwendet. aber dafür bekam meine Kokoscreme etwas weiße Kuvertüre.
Zutaten für eine perfekte Kokoscreme
Viele verwenden in der Kokoscreme verschiedene Kokosprodukte. Mir haben Kokosraspel auch ausgereicht. Sie sollte nicht zu dominant werden, ich wollte eine gute Balance zwischen Schoko und Kokos.
Die Kokosraspel geben der Creme ein bisschen Biss.

Warum das Duo so wunderbar funktioniert
Schokolade und Kokos harmonisieren eben perfekt, da sie einen guten Kontrast bilden. Die Kuchenböden sind kompakt, dunkel und herb- Süß. Für den Ausgleich sorgt die Kokoscreme. Sie schmilzt sofort auf der Zunge und bringt eine milde, exotische Fruchtnote mit – ein perfektes Zusammenspiel.
Warum aber Kokos?
Kokos spielt in dieser Torte eine besondere Rolle. Aber warum ausgerechnet Kokos? Kokos bringt natürliche Leichtigkeit in die Creme. Die feine Süße harmoniert perfekt mit dem intensiven schokoladigen Geschmack in den Böden. Schoko ist dunkel, kräftig im Geschmack und Kokos ist hell, mild und leicht. Dadurch entsteht eine perfektes Zusammenspiel, der nicht zu süß und zu mächtig ist. Kokos sorgt auch dafür, dass die Creme nicht zu weich wird. Die Torte lässt sich sauber schneiden.
Zutatenkunde – die Hauptzutaten des Schokokuchens mit Kokoscreme
Ein guter Schokoladenkuchen bzw. Schokotorte lebt von ihren Zutaten, die die Konsistenz bestimmen. Jede einzelne Komponente hat ihre Aufgabe.
Schokoböden
Die Schokoböden bestehen aus normale Zutaten wie mehl, Kakao, Zucker, Butter, Eier und Joghurt.
Mehl: Diese Zutat ist der Grundbaustein des Bodens, denn es sorgt für Bindung und Struktur. Ich verwende immer Weizenmehl Type 405, denn da bekommt man eine feine und weiche Krume. Aber auch Dinkelmehl Type 603 eignet sich perfekt.
Backkakao: Kakao bringt nicht nur die Farbe, sondern auch den Geschmack. Weiter bindet er die restlichen Zutaten und der Teig wird schneller fest.
Zucker: Er sorgt nicht nur für die Süße sondern man die Böden weich. Er hält die Feuchtigkeit im Teig und sorgt außerdem für eine zarte Krume.
Butter: Butter ist der Geschmacksträger, außerdem sorgt sie für Saftigkeit und Stabilität. Der boden bröselt nicht und das Schneiden ist sauber.
Joghurt: Bei mir kam noch Joghurt in den Teig, denn ich finde, dass die Böden somit lockerer werden. Die leichte Stäure im Joghurt sorgt für eine feinporige Struktur. Die Böden werden saftig ohne schwer zu werden.
Eier: Eier sind wichtig für die Bindung aller Zutaten. Sie geben Stand und Volumen.
Kokoscreme
Auch die Kokoscreme ist unkompliziert und bestehen aus Zutaten, die du bestimmt auch im Vorratsschrank hast, bis vielleicht auf die Kokosraspel.
Milch: Milch wird für die Zubereitung des Puddings benötigt. Durch sie bekommt der Pudding eine cremige Struktur.
Puddingpulver: Er ist verantwortlich dafür, dass die Milch bindet und man eine schnittfeste Creme bekommt.
Weiße Kuvertüre: Sie sorgt für leichte Süße aber auch für Bindung und Cremigkeit. In Verbindung mit Butter bekommt man eine Creme, die noch feiner schmeckt.
Kokosraspel: Die wichtigste Zutat sind natür Kokosraspel. Denn sie bringen Geschmack und binden Feuchtigkeit. Somit wird deine Creme stabil, ohn schwer zu werden.

Schokoladenguss
Bei meinem Schokoladenguss habe ich Zartbitter – und auch Vollmilchkuvertüre verwendet. Wer es aber lieber her mag, der nimmt nur Zartbitterkuvertüre. In Verbindung mit Sahne und etwas Butter bekommt man einen glänzende Oberfläche. Das Zugeben vom Sahne wird die Konsistenz etwas weicher. Das hat den Vorteil, dass der Guss beim Anschneiden nicht bricht.
Warum ihr dieses Rezept Schokokuchen mit Kokoscreme ausprobieren solltest!
Schokokuchen mit Kokoscreme ist eines meiner Lieblingsrezepte, den ich immer wieder mal backe. Bei Geburtstagen wird er sich immer gewünscht. Auch für Freunde sollte ich ihn schon backen. Die saftigen Schokoböden in Verbindung mit der cremigen, leichten Kokosfüllung, gekrönt mit einem Schokoladenguss ist ein wunderbarer Geschmack. Was diese Torte aber so beliebt macht sind die Texturen: Der Boden ist weich aber dennoch stabil, die Creme ist leicht und hat durch den Kokos eine karibische Note und dann noch der Guss, der alles abrundet, nicht nur optisch sondern auch geschmacklich. Die Torte kannst du auch am Vortag zubereiten. Finde ich sogar noch besser, denn dann kann der Kuchen durchziehen und die Aromen kommen noch stärker zum Ausdruck.
Den Kuchen kannst du sowohl rund auch auch rechteckig backen.

Haltbarkeit und Aufbewahrung
Eine Schokotorte mit Kokoscreme lässt sich gut vorbereiten und bleibt auch mehrere Tage frisch. Durch die Kombi aus saftigen Schokoböden, cremiger und leichter Kokosfüllung und dem schützenden Schokoladenguss hält die Torte ihren Geschmack und auch die Struktur besonders gut.
Aufbewahrung im Kühlschrank
Durch die Kokoscreme solltest du den Kuchen kühl stellen. Am besten ist eine geschlossene Kuchenbox und mit Tortendeckel in den Kühlschrank stellen. So bleibt die Creme und der Guss stabil und die Böden saftig. Wenn die Torte über Nacht durchzieht, wird der Geschmack intensiver.
Im Kühlschrank hält sie dann ca. 1 Woche. Der Schokoladenguss schützt die Torte vor dem Austrocknen und sorgt dafür, dass die Oberfläche einen schönen Glanz hat.
Sollte doch noch was übrig bleiben, kannst du sie auch problemlos einfrieren. Am besten in einzelne Stücke schneiden und einfrieren. So kannst du sie bei Bedarf entnehmen und auftauen. Im Gefrierschrank hält der Kuchen bis zu 3 Monaten.
Fazit
Der Schokokuchen mit Kokoscreme ist eine Torte für Kokos- und Schokoliebhaber. Hier verbinden sich zwei Geschmackswelten, die sich perfekt ergänzen. Die Schokolade und die leichte Note der Kokos passen perfekt zusammen. Durch den saftigen Boden, die cremige Füllung und den glänzenden Schokoladenguss entsteht eine Torte, der nicht nur optisch sondern auch geschmacklich überzeugt. Der Kuchen bleibt mehrere Tage frisch und lässt sich prima vorbereiten. Wer eine Torte sucht, die zuverlässig gelingt und gleichzeitig optisch was hergibt, dann ist dieses Rezept genau das Richtige für euch.
Jetzt noch eure Fragen und meine Antworten
Wie lange hält sich dieser Kuchen?
In meinem Beitrag habe ich bereits auf die Haltbarkeit hingewiesen. Im Kühlschrank ca. 1 Woche, du kannst sie aber auch ohne Bedenken einfrieren.
Kann ich die Kokoscreme noch leichter machen?
Ich denke, dass du sie problemlos mit etwas weniger Butter zubereiten kannst. Dann wird sie luftiger aber bleibt noch stabil.
Warum ist mein Schokoladenguss zu dick?
Das kann daran liegen, dass er sich zu schnell abkühlt. Ein kleiner Schuss warme Milch macht ihn wieder fließend oder du erwärmst ihn nochmals über dem Wasserbad.
Welche Backform eignet sich noch?
Ich habe eine 26er Springform verwendet. Ich denke, dass eine rechteckige Backform 28 x 34 cm auch funktioniert. Dann würde ich die Böden nicht teilen, sondern direkt auf den gebackenen Schokoboden die Kokoscreme auftragen. Bei dem Schokoladenguss würde ich eventuell die Menge verdoppeln und für eine nur zarte Schicht das 1 1/2 fache nehmen.
Kann ich den Kokoskuchen auch glutenfreu backen?
Natürlich geht das, ein feiner glutenfreier Mehlfix funktioniert sehr gut und ergibt eine stabile Textur.
Kann ich die Torte auch laktosefrei backen?
Ja natürlich, mit laktosefreiem Joghurt und mit laktosefreier Schokoladen sollte der Kuchen auch gelingen.
Wie kann ich die Torte am besten transportieren?
In einer stabilen Kuchenbox und gut gekühlt, kannst du ihn sehr gut transportieren.
Kann ich die Kokoscreme auch als Füllung in anderen Kuchen verwenden?
Ich kann mir vorstellen, dass sie auch sehr gut für Biskuitrollen, als kleine Schicht bei mehrstöckigen Torten oder z.B. als Belag unter der Ananastorte gut funktioniert.
Hast du Tipps für eine Deko?
Ich kann mir gut vorstellen, dass du die Torte mit ein paar Kokoksraspel, weißer Schokoladenspäne oder vielleicht mit ein paar Beeren dekorieren könntest.
Warum ist meine Creme zu weich?
Die Ursache kann in dem Pudding liegen. Er war vermutlich zu weich und nicht dick genug eingekocht.
Kann ich die Torte auch ohne Schokoguss machen?
Auch ohne Guss schmeckt die Torte lecker. Die Oberfläche bleibt weicher, aber am Geschmack ändert sich nicht will. Der Schokoladengeschmack wird dezenter.

Schokotorte mit Kokoscreme und Schokoladenguss
Kochutensilien
- 26er Springform
Zutaten
Schokoboden
- 200 g Mehl
- 40 g Kakao ungesüsst
- 120 g Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 1 Pck Backpulver
- 3 Eier
- 120 g Butter weich
- 150 g Joghurt (1,5%)
- 100 ml Milch
- Prise Salz
Kokoscreme
- 600 ml Milch
- 60 g Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 2 Pck Puddingpulver Vanille
- 200 g Kokosraspel
- 130 g Butter weich
- 50 g weiße Kuvertüre
- 4-5 EL Joghurt
Schokoladenguss
- 100 g Zartbitterkuvertüre
- 50 g Vollmilchkuvertüre
- 2 EL Schlagsahne
Anleitungen
Schokoboden
- Backofen auf 180 ℃ Ober- und Unterhitze vorheizen. Springform mit Backpapier auskleiden und Ränder einfetten.Butter, Zucker cremig streichen, am besten mit einem Teigschaber. Dann Eier einzeln hinzugeben und mit der Küchenmaschine unterrühren. Joghurt und Milch hinzugeben. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen und kurz unterheben. Teig in die Backform geben und 30 bis 35 min backen. StäbchenprobeKomplett auskühlen lassen und dann in der Mitte einmal durchschneiden.200 g Mehl, 40 g Kakao ungesüsst, 120 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 1 Pck Backpulver, 120 g Butter weich, 150 g Joghurt (1,5%), 100 ml Milch, Prise Salz, 3 Eier
Kokoscreme
- In 80 ml Milcl Puddingpulver auflösen. Restliche Milch, Zucker und Vanillezucker aufkochen, Puddingpulver einrühren und dick kochen. Klein gehackte Kuvertüre im heißem Pudding auflösen. Kokosraspel unterheben. Pudding komplett auf Zimmertemperatur auskühlen lassen. Nun die Butter cremig schlagen und den Pudding löffelweise unterrühren, bis Creme glatt ist, dabei noch den Joghurt hinzufügen.600 ml Milch, 60 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 2 Pck Puddingpulver Vanille, 200 g Kokosraspel, 130 g Butter weich, 50 g weiße Kuvertüre, 4-5 EL Joghurt
- Einen Schokoboden auf Tortenteller legen, Tortenring anlegen. Ca. 2/3 Kokoscreme auf Tortenboden streichen und mit dem zweiten Boden abdecken. Restliche Kokoscreme darauf verstreichen.
Schokoladenguss
- Kuvertüre klein hacken und zusammen mit der Sahne über dem Wasserbad schmelzen und glatt rühren. Über die Kokoscreme gleichmäßig verteilen und mind. 2 Stunden kühl stellen.100 g Zartbitterkuvertüre, 50 g Vollmilchkuvertüre, 2 EL Schlagsahne

