Nicht nur Menschen lieben selbst gebackene Plätzchen, dein vierbeiniger Freund liebt sie auch. Heute habe ich ein Rezept für Hundekekse mit Käse und Möhren mitgebracht. Sie sind einfach zubereitet und schmecken deiner Fellnase garantiert.
Was vor ein paar Jahren noch als liebevolle, aber eher seltene Besonderheit halt, ist heute für viele Hundebesitzer ein fester Bestandteil des Alltags geworden, so wie bei mir. Und das aus guten Grund: Wer einmal angefangen hat, Leckerlis selbst zu backen, merkt schnell, wie viel Freunde und Kontrolle (Zutaten) in diesem Ritual steckt.
Wir wollen doch nur das Beste für unseren vierbeinigen Freund
Wir lieben unsere Vierbeiniger, sie sind bei vielen Familienmitglieder geworden. Ich kann mir ein Leben ohne unserer kleinen Luna nicht vorstellen. Sie ist so was Liebes und macht uns glücklich.
Die Beziehung zwischen Mensch und Hund hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Hunde sind längst nicht mehr Begleiter oder Wachtiere. Sie sind Familientröster, Seelentröster und manchmal sogar die heimlichen Chefs im Haus. Wir teilen unser Sofa, Bett mit ihnen und richten uns mit der alltäglichen Routine nach unserem Liebling.
Auch bei der Ernährung ist es so. Während wir früher ein Sack Trockenfutter und ein paar gekaufte Leckerlis völlig ausreichten, achten heute immer mehr Hundebesitzer darauf, was genau im Hundenapf und in der Leckerli-Dose landet. Zutaten werden studiert und Zusatzstoffe kritisch hinterfragt. Immer mehr fragen sich: „Kann ich das nicht einfach selber machen?“
Selbstgemachte Hundekekse wie dieses Rezept für Hundekekse mit Käse und Möhren
Aber warum ausgerechnet Hundekekse mit Käse und Möhren! Wenn man sich mit Hundekeksen beschäftigt, stößt man schnell auf zwei Zutaten, die immer wieder auftauchen: Käse und Möhren. Und warum gerade diese Zutaten:
Möhren sind mild, gesund und fast immer verträglich. Sie sind sehr vitaminreich, ballaststoffreich, gut für die Verdauung und Hunde riechen sie sehr gerne. Mein vierbeiniger Liebling isst sie sehr gerne auch mal als ganze Möhre oder geraspelt im Nassfutter. In deinen Keksteig bringen sie die erforderliche Feuchtigkeit und sorgen andererseits auch für eine schöne Farbe. Sie liefern die Nährstoffe, die dein Hund braucht.
Käse ist für viele Hunde das, was Schokolade für uns Menschen ist. Ein unwiderstehlicher Duft, den kein Hund widerstehen kann. Meine Fellnase bekommt immer ein kleines Stück Käse nach der Hauptmahlzeit, wenn er aufgefressen hat. Das weiß er genau, denn sobald der Napf leer ist, geht es zum Kühlschrank. In der Beziehung habe ich ihn ein wenig verwöhnt.
Käse auch ideal zur Belohnung
Käse ist in kleinen Mengen ein hervorragender Motivator, ideal für Training, Belohnung oder einfach als „Ich hab dich lieb“ – Snack. In meinem Rezept habe ich aber Hüttenkäse bzw. körnigen Frischkäse verwendet. Hüttenkäse ist eine gesunde Ergänzung für Hunde, besonders fettarmer, da er leicht verdauliches Protein liefert und die Darmflora unterstützt. Solltest du keinen Hüttenkäse bzw. körnigen Frischkäse im Hause habe, dann geht auch Magerquark.
Warum Hundekekse selber backen?
Warum sollte ich Hundeplätzchen selber backen. Ich kann sie doch auch kaufen! Ganz klare Antwort: Kontrolle über die Zutaten, keine künstlichen Zusatzstoffe, keine Farbstoffe, keine Konservierungsstoffe und keine unnötigen Füllstoffe. Allein diese Gründe reichen doch schon aus, selbst Hundekekse zu backen. Beim Selberbacken weiß man genau, was drin ist – und was nicht. Man kann hochwertige Zutaten wählen, regionale Produkte verwenden und Rezepte an die Bedürfnisse des eigenen Hundes anpassen, wie ich mit dem Rezept für Hundekekse mit Käse und Möhren.
Auch lassen sich Allergien, Unverträglichkeiten oder spezielle Ernährungsformen viel leichter berücksichtigen.
Welche Zutaten werden gebraucht für das Rezept Hundekekse mit Käse und Möhren
Sehr viele Zutaten sind nicht notwendig, um gesunde Hundekekse für deinen Vierbeiner zu backen. Du brauchst wie das Rezept schon sagt, Möhren, Hüttenkäse, etwas Öl (Kokosöl oder Lachsöl) sowie zarte Vollkorn- Haferflocken. Und das war es schon. Hast du einen guten Zerkleinerer, brauchst du die Möhren nur waschen, ansonsten würde ich sie etwas vorkochen, damit du sie besser pürieren kannst. Von den Haferflocken werden einige gemahlen und ein Teil ungemahlen hinzugegeben. Dann nur noch in Silikonmatten streichen und backen. Da der Teig durch die Haferflocken klebrig ist, verwende ich eine Frischhaltefolie zum Eindrücken des Teiges in den Mulden und einen etwas befeuchten Teigschaber zum glatt streichen. Und ann gehen sie schon ab den vorgeheizten Ofen. Während des Backens öffne ich die Tür für 3 sec. damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Backen von Hundeleckerlis – Bindung zwischen Mensch und Hund stärken
Wer Hunde liebt, weiß, dass die kleinen Momente, die Bindung stärken. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein freundliches Schwanzwedeln oder der liebevolle Blickkontakt und auch das Backen von Leckerlis kann dies verstärken. Schon wenn ich die Zutaten aus dem Kühlschrank hole und dann die Schüssel aus dem Schrank, schon steht mein vierbeinige Liebling neugierig in der Küche und schaut mich an. Als ob er fragen würde: „Backst du heute für mich?“ Ich merke, wie er dann neugierig jeden Schritt beobachtet. Und wenn dann der Duft von Käse und Möhren durchs Haus zieht, weiß er, dass diese Leckerlis seine sind. Geduldig liegt er vor dem Ofen und wenn die ersten aus dem Ofen kommen und abgekühlt sind, bekommt er gleich welche zum Naschen. Ist das beu euch auch so? Schreibt es mir gerne im Kommentar, würde mich freuen.
Hundekekse mit Käse und Möhren – Kontrolle über Qualität und Frische
Natürlich könnte man einfach eine Packung Leckerlis kaufen und das ist auch völlig in Ordnung. Aber selbstgemachte Hundekekse sind doch etwas Besonderes. Vor allem hast du die Kontrolle über Frische, Haltbarkeit, Fettgehalt und Nährstoffe. Viele gekaufte Leckerlis enthalten Salz, Zucker oder Fette, die Hunde nicht unbedingt brauchen. Beim Selberbacken kann man bewusst entscheiden, was für Zutaten enthalten sein sollen. Du kannst sie an deinen Hund anpassen. Ja nach Hund kann man die Größe variieren, die Konsistenz anpassen (weich oder knusprig), du kannst die Zutaten austauschen, Allergien berücksichtigen und die Form der Kekse selbst wählen. Mein Rezept mit Käse und Möhren sind für viele Hunde gut verträglich und schnell gemacht.
Was tun, wenn ich keine Backmatte habe?
Das ist kein Problem. Man kann die Hundekekse mit Käse und Möhren auch ohne Silikonmatte backen. Dein Vierbeiner ist es egal, wie die Leckerlis aussehen. Man macht sie nur für die eigene Optik oder? Deinem Liebling sollen sie schmecken.
Aber wie kann ich ohne Backmatte backen: Du kannst den Teig auch auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und mit dem Pizzaschneider kleine Stücke schneiden, so dass du sie nach dem Backen nur noch an den Schnittflächen auseinander brechen kannst. Eine andere Möglichkeit ist, kleine Bällchen mit der leicht befeuchteten Hand zu formen. Alternativ kannst du auch mit einem Löffel kleine Portionen auf das Backblech setzen. Beachte bitte: Je dicker der Keks, desto länger die Backzeit.
Aufbewahrung der Hundekekse
Selbstgebackene Hundekekse sind köstlich, aber nicht endlos haltbar – und das ist auch gut so! Schließlich kommen ohne künstliche Konservierungsstoffe aus. Wie lange deine Leckerlis frisch bleiben, hängt von den Zutaten und von der Trockenheit ab. Ich bewahre sie offen auf Küchenpapier in einer Schüssel auf. Der Ort sollte kühl und trocken sein. Dann können sie mehrere Wochen halten.
Ich trockne die Hundelecklis im Ofen bei 100 Grad Heißluft nochmals für ca. 10 min nach. Dann sind sie knusprig und halten auch länger. Nimm die Kekse aus der Silikonform und lasse sie bei leicht geöffneter Backofentür trocknen. So kann die Restfeuchtigkeit entweichen. Die Trockenzeit kann je nach Backofen und Backform variieren. Zwischendurch testen, ob sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben, und die Zeit und / oder Temperatur bei Bedarf anpassen.
Du kannst auch deine gebackenen und abgekühlten Hundekekse einfrieren. Auch der Teig lässt sich super einfrieren. Dann kannst du immer wieder frische Hundeplätzchen backen. Einfach die Kekse komplett auskühlen lassen, portionsweise in einen luftdichten Behälter oder Gefrierbeutel verpacken. So hast du immer eine kleine Vorratsbox voller Leckerli parat, wenn du deinem Hund zwischendurch eine Freude machen willst!
Selbstgemachte Hundekekse sind gesund und lecker und kinderleicht zu backen – und das Beste: Du weißt genau, was drin ist! Also ran an die Schüsseln, probiere es aus und finde heraus, welches Rezept deinen Vierbeiner besonders begeistert. Deine Belohnung ist ein glücklicher Hund und dieser unverschämt süße Hundeblick!

selbstgemachte Hundekekse mit Möhren und Käse
Kochutensilien
- Silikonbackmatte
Zutaten
- 250 g Möhren
- 25 g Kokosöl
- 40 g Hüttenkäse oder körnigen Frischkäse
- 200 g Vollkornhaferflocken zart
Anleitungen
- Von den Haferflocken 100 g mahlen, zum Beispiel in der Kaffeemühle.Backofen auf 150 Grad Heißluft vorheizen.200 g Vollkornhaferflocken zart
- Möhren waschen und pürieren (Eventuell etwas vorkochen). Öl und Hüttenkäse hinzugeben und vermischen. Nun die gemahlenen Haferflocken mit einrühren und zum Schluss die restlichen Haferflocken. Teig in Silikonmatte streichen oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.Ca 20 min backen, nach 10 min Backofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.250 g Möhren, 25 g Kokosöl, 40 g Hüttenkäse oder körnigen Frischkäse, 200 g Vollkornhaferflocken zart
- Abkühlen lassen. Sollten Sie noch weichen sein, Kekse aus silikonmatte herausholen und nochmals bei 120 Grad Heißluft ca. 10 min austrocknen lassen, bis du die gewünschte Konsistenz hast. Dabei öfter die Backofentür öffnen.
Kleiner Ratgeber:
Welche Zutaten eignen sich für Hundekekse?
Bei selbstgemachten Hundeplätzchen entscheidest du, welche Zutaten du verarbeiten möchtest, denn hier sind deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Aber was darf ich verwenden? Welches Mehl, welches Öl und welches Gemüse darf ich nehmen? Ich selbst verwende sehr gerne Buchweizenmehl oder mahle aus Haferflocken oder Reisflocken mein Mehl selbt. Reagiert dein Hund zum Beispiel auf Gluten, solltest du auf Alternativen zurückgreifen. Das sind zum Beispiel Reismehl oder Maismehl.
Fleisch oder Fisch kannst du ebenfalls bei deinen Keksen verwenden. Bei Gemüse verwende ich meist Möhren und bei Obst Bananen oder auch mal ein Apfel. Mein Vierbeiner mag am liebsten wenn ich Quark oder Joghurt (Naturjoghurt) zusätzlich im Keksteig mit verarbeite.
Beim Öl greife ich zu Kokosöl. Aber auch Leinöl, Sonnenblumenöl oder auch Rapsöl kannst du verwenden.
Hier einige Zutaten, die du in deinen Hundeleckerlis verwenden kannst:
- Fisch, z. B. Thunfisch
- Quark, Naturjoghurt
- Rindfleisch
- Geflügel
- Haferflocken
- Möhren
- Bananen
- Eier (ich nehme aber meist nur das Eigelb)
- Vollkornmehl
- Buchweizenmehl
- Reismehl
Hier sind einige Zutaten, die du nicht in selbstgebackene Hundeplätzchen verwenden solltest:
- Zwiebeln
- Zucker
- Kakao
- Sckokolade
- Rosinen
- Gewürze & künstliche Aromen
- Nüsse
- Backpulver
- Birkenzucker (Xylit)

