Leckere Berliner, schnell und einfach im Ofen gemacht. Deine Küche riecht dann nicht nach Frittierfett, sondern nach frisch gebackenen Pfannkuchen bzw. Berliner. Probiere das Rezept direkt selber aus!
Diese Ofenberliner sind die perfekte Alternative zu den oftmals doch recht fettigen Berliner. Bei uns in Sachsen heißen sie eigentlich nicht Berliner. Ich kenne sie als Pfannkuchen. Gerade in der Faschingszeit sind sie sehr beliebt. Auf Arbeit gibt es immer Pfannkuchen vom Bäcker, die mit Eierlikör gefüllt sind. Aber meist sind sie mir zu fettig und zu süß. Außerdem stört mich oftmals die Füllung, die bei manchen so gar nicht lecker ist oder sie haben einen dicken Zuckerguss anstatt Puderzucker. Da ich aber Hefegebäck an sich sehr liebe, habe ich mich mit dem Thema beschäftigt und diese fluffigen Ofenberliner selbst gebacken.
Wie soeben erwähnt vertrage ich leider die Berliner von der Bäckerei nicht so gut, da sie durch das Frittieren einfach viel zu schwer im Magen liegen. Ich habe einmal Berlinern und Faschingskrapfen selbst versucht, gebacken in Frittierfett. Nicht noch einmal. Diesmal wollte ich in diesem Jahr die gesündere Variante testen.
Ofenberliner – das leichte Rezept für Berliner aus dem Backofen
Ofenberliner sind die perfekte Alternative zu klassischen Berlinern: wenig Fett, weniger Aufwand, aber genauso fluffig und aromatisch. Gerade, wenn man mal nicht viel Zeit hat oder keine Lust auf heißes Fett / Öl, sind diese kleinen Hefekugeln aus dem Backofen das ideale Rezept für dich. Außen leicht gebräunt, innen weich und fruchtig gefüllt mit deiner Lieblingsmarmelade.
Ofenberliner – das Grundrezept ist Hefeteig
Die Grundlage der Ofenberliner ist der Hefeteig. Ich habe dabei frische Hefe verwendet, natürlich geht es auch mit Trockenhefe. Ich finde aber, dass sie dann nicht so fluffig werden. Der Teig für die fluffigen Ofenberliner ist ruckzuck gemacht und nach einer längeren Ruhezeit und einer kurzen Backzeit kann man sie dann auch bald genießen.
Ofen statt Frittierfett – meine Variante fettarm aus dem Ofen
Statt die Pfannkuchen in heißem Frittierfett auszubacken, kommen sie bei der gesunden Ofenvariante aber für 20 Minuten in den Backofen. Danach werden sie nach dem Füllen noch mit flüssiger Butter bestrichen und mit Puderzucker bedeckt.

Woher kommen eigentlich die Berliner?
Ob nun Berliner oder Pfannkuchen oder wie ihr sonst noch heißen mögen, ist ja egal. Fakt ist, dass sie zur Faschingszeit Hochkonjunktur haben, aber warum eigentlich? Man kann sie doch das ganze Jahr über essen.
Ein Zuckerbäcker aus Berlin wollte Mitte des 18. Jahrhunderts eigentlich unter Friedrich dem Großen als Kanonier dienen. Doch weil er sich als wehruntauglich erwies, wurde er stattdessen zum Feldbäcker des Regiments. Hier stellte er der Legende nach Hefeteigteilchen her, denen er die Form von Kanonenkugeln gab. Einen Backofen hatte er in der Feldküche allerdings nicht – darum wurde das Gebäck über offenem Feuer in heißem Fett ausgebacken.
Was macht Ofenberliner so besonders?
Sie sind nicht einfach „Berliner ohne Fett“. Ofenberliner sind etwas besonderes: leichter, moderner. Viele Hobbybäcker schätzen sie, weil sie:
- weniger Fett enthalten
- schneller zubereitet sind
- keine Fritteuse oder großer Topf mit Öl benötigt wird
- weniger Geruch in der Küche hinterlassen
- ebenfalls fluffig und weich werden
- auch Bachanfänger gut gelingen
Der Trick liegt im Hefeteig: Er muss weich, geschmeidig und gut aufgegangen sein. Dann entsteht beim Backen eine zarte Krume, sie sich gut mit deiner Lieblingsmarmelade, Pudding oder Eierlikör füllen lässt.
Ofenberliner gibt es nicht zu kaufen
Zu Kaufen gibt’s sie meist klassisch bestreut und mit Marmelade gefüllt. Aber gerade in der Faschingszeit werden sie auch ganz ausgefallen gefüllt, mit Eierlikör oder auch Senf. Genauso werden sie glasiert mit Zuckerguss, buntem Zuckerguss oder mit Schokoglasur und auch klassisch mit Zucker oder Puderzucker bestreut. Ausgebacken werden Berliner in viel Fett, gelten aber trotzdem als fettarmes Gebäck. Für viele klingt dies nicht plausibel, aber tatsächlich nimmt Hefe kein Fett auf, sodass nur in der Kruste rum herum etwas Fett steckt. Trotz alledem bin ich kein großer Fan von frittiertem Berliner. Und auf den Geruch von Frittiertem in der ganzen Wohnung kann ich auch getrost verzichten…
Auf Berliner wollte ich aber nicht verzichten, daher sah ich viele Beiträge zu Ofenberliner auf Instagram, die derzeit ziemlich im Trend sind. Erst war ich ein wenig skeptisch, aber ich muss gestehen, dass sie gar nicht so schlecht schmecken. Sie sind innen schön fluffig, super weich, wenn sie ganz frisch aus dem Ofen kommen.

Warum sind Ofenberliner heute so beliebt?
Es gibt Rezepte, die begleiten uns seit unserer Kindheit. Berliner – oder Krapfen, Pfannkuchen , Kreppel, je nach Region – gehören neben dem Zuckerkuchen, Prasselkuchen oder Sandtaler definitiv dazu. Sie duften nach Zucker, warmen Hefeteig und passen perfekt in die Faschingszeit oder zu Silvester. Früher und auch heute noch werden sie im heißen Fett ausgebacken, was ihnen ihren unverwechselbaren Geschmack verleiht. Ich finde sie aber teilweise zu fettig, meine Männer vertragen sie auch nicht, so was wir sie gar nicht mehr beim Bäcker kauften. Zu Hause mag ich persönlich nicht, der Geruch und das viele Öl. Daher dachte ich mir, warum nicht im Ofen backen. Eine leichtere, unkompliziertere Variante, die ohne Frittieren auskommt und trotzdem fast genauso köstlich schmeckt. Was fehlt ist der helle „Kragen“ um die Berliner. Vielleicht bekommt man diesen hin, wenn man die Teiglinge etwas enger setzt, damit sie seitlich weniger bräunen. Versucht habe ich es noch nicht. Ist mir gerade während des Schreibens eingefallen.
Ofenberliner sind eine moderne Antwort auf das klassische Gebäck: fluffig, weich – und deutlich fettärmer. Definitiv für alle die den Geschmack mögen, aber nicht mit heißem Öl hantieren möchten. Sie lassen sich gut vorbereiten, gelingen, wenn der Hefeteig gut aufgeht und passen eigentlich zu jeder Jahreszeit.
Wann passen Ofenberliner besonders gut?
Ob Silvester, Fasching, Kindergeburtstag oder einfach mal so für Zwischendurch – Ofenberliner sind immer eine gute Idee. Sie lassen sich hervorragend vorbreiten, schmecken frisch am besten und sind ein echter Hingucker auf jedem Kaffeetisch.
Ofenberliner sind ein Klassiker für die närrische Zeit. Du kannst sie bunt dekorieren, mit Zuckerguss verzieren und mit bunten Streuseln bestreuen. Auch kannst du sie mit Eierlikör oder „Senf“ füllen.
Auch sind diese kleinen Dinger ein Highlight auf jeder Silvesterparty. Besonders beliebt sind dabei Berliner mit Überraschungsfüllung.
Kinder lieben kleine, handliche Gebäckstücke. Backe sie einfach in Miniformat für den nächsten Kindergeburtstag. Bunt dekoriert sind sie bestimmt als erstes von den Kindern vernascht und das ohne fettige Hände.
Ofenberliner passen einfach immer auch an gemütlichen Nachmittagen oder einfach mal zwischendurch. Sie lassen sich gut vorbereiten und schmecken frisch am besten.
Varianten und Abwandlungen
Wie wäre es mit Mini – Ofenberliner – dazu einfach kleine Kugeln formen und die Backzeit verringern.
Du kannst deine Berliner auch vor dem Backen füllen – dies ist mit Pudding oder Schokocreme bestimmt möglich, da diese Füllungen nicht während des Backens austrocknen.
Für alle Fitnessfans – Protein Ofenberliner. Einfach ein Teil des Mehls durch Proteinpulver ersetzen.
Tipps
Ganz frisch schmecken die Ofenberliner am Besten, das ist wie bei klassischen Berlinern. Zur Aufbewahrung eignen sie sich nicht, denn sie sind dann nicht mehr so fluffig. Also lieber nicht so viele Backen.
Der Teig darf weich sein
Ein etwas weicherer Teig führt zu einer Fluffigeren Krume. Ist der Teig zu fest, werden deine Berliner trocken.
Verkürze nicht die Gehzeit
Hefeteig braucht Ruhe. Je besser er aufgeht, desto fluffiger und luftiger wird das Backergebnis.
Backe nicht zu lange
Ofenberliner können ruhig etwas heller sein als die klassischen im Öl Frittierten. Werden sie zu lange gebacken, trocknen sie aus. Willst du auch den hellen „Kragen“, dann setze die Teiglinge etwas dichter.
Gefüllt wird erst nach dem Backen
Dann bleibt die Marmelade frisch und läuft nicht aus. Willst du vor dem Backen füllen, dann kannst du Pudding oder Schokocreme verwenden.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Der Teig geht nicht auf – Ursachen können sein: Milch zu heiß, Hefe ist zu alt, die Zutaten sind nicht zimmerwarm, der Raum ist zu kalt, deine Rühr – Schüssel ist zu kalt.
Lösung: Rührschüssel vor dem zubereiten des Hefeteigs warm ausspülen, so dass sie warm ist. Zugluft vermeiden und Teig gut zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Ich nehme immer Frischhaltefolie und decke den Hefeteig dann noch mit einem Geschirrtuch ab.
Die Berliner werden trocken – Ursachen: zu lange gebacken oder der Teig ist zu fest
Lösung: Backzeit reduzieren, Teig weicher halten.
Füllung läuft aus – Ursache: Die Marmelade ist zu dünnflüssig
Lösung: Marmelade verwenden, die mit Gelierzucker gekocht wurde oder verwendet eine gekaufte.
Ofenberliner sind eine moderne und leichte Alternative. Sie sind unkompliziert, gelingsicher und vielseitig. Ob für Fasching, Silvester oder einfach zwischendurch – sischmecken immer gut. Mit den richtigen Tipps werden sie genauso fluffig wie ihre frittierten Geschwister, aber deutlich leichter.
Wie findet Ihr die fettarme Berliner Variante? Habt Ihr sie auch schon ausprobiert? Schreibt es mir in den Kommentaren. Auch würde ich mich freuen, wenn ihr mir ein paar Sterne da lasst.
Zeigt mir eure Backergebnisse auf Instagram und verlinke mich @simonesbackidden

Ofenberliner
Zutaten
- 400 g Mehl
- 21 g frische Hefe
- 40 g Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 1 TL gestrichen Zitronenabrieb
- 1 Prise Salz
- 1 Eigelb
- 200 ml lauwarme Milch
- 70 g Butter zerlassen und abgekühlt
- 2 EL Butter und Puderzucker
Anleitungen
- Zucker, Vanillezucker in Milch verrühren, dann zerbröckelte Hefe einrühren. Ein bisschen stehen lassen. Eigelb, Salz und Zitronenabrieb verquirlen und hinzugeben. Das Mehl hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Mit Frischhaltefolie zugedeckt ca 1 bis 2 Stunden ruhen lassen. Den Teig zu Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und zugedeckt nochmals ca 1 Stunde ruhen lassen.Backofen auf 190 Grad Ober-und Unterhitze vorheizen.1 EL Butter schmelzen und die Kugeln damit bestreichen. Nun ca. 15 min goldgelb backen. Nach dem Abkühlen mit Marmelade oder Konfitüre füllen. 1 EL Butter schmelzen und die Berliner einstreichen und sofort mit Puderzucker bestäuben.400 g Mehl, 21 g frische Hefe, 40 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 1 TL gestrichen Zitronenabrieb, 1 Prise Salz, 1 Eigelb, 200 ml lauwarme Milch
FAQ: Ofenberliner – eure Fragen und meine Antworten
Wie unterscheiden sich Ofenberliner von klassischen Berlinern?
Ofenberliner werden im Backofen gebacken statt frittiert. Dadurch enthalten sie weniger Fett, sind leichter und lassen sich ohne großen Aufwand zubereiten.
Werden sie genauso fluffig wie Frittierte?
Ja, wenn der Hefeteig weich genug ist und er ausreichend Zeit zum Gehen bekommt, werden sie wunderbar fluffig und weich. Befolge meine Tipps und deine Hefeteig wird die gelingen.
Welche Füllung eignen sich am besten?
Viele füllen ihre Pfannkuchen mit Himbeermarmelade, Erdbeermarmelade oder Pfaumenmus. Ich persönlich mag eine säuerliche Marmelade wie Himbeer- oder Johannisbeermarmelade. Aber auch Vanillepudding, Eierlikörcreme oder Schokocreme schmecken hervorragend.
Wie lange bleiben sie frisch?
Am besten schmecken sie wie die klassischen Berliner am Backtag. Luftdicht verpackt halten sie sich 1 bis 2 Tage, werden aber etwas trockener. Dadurch das sie nicht kompliziert zu backen sind, backe ich meist geringe Mengen, dafür aber öfter.
Kann ich sie einfrieren?
Ja, sowohl ungefüllt als auch gefüllt. Nach dem Auftauen kurz im Ofen erwärmen, damit sie wieder weich werden.
Kann ich die Ofenberliner vegan backen?
Ja, Milch durch Pflanzenmilch ersetzen, Butter durch vegane Margarine und das Ei weglassen oder durch 1 EL Apfelmus ersetzen. Erfahrungswert habe ich aber nicht. Berichte mir gern, wie sie gelungen sind.


Habe heute das erste Mal Ofen Berliner gefüllt mit Erdbeermarmelade gemacht. Bin begeistert. Schmecken hervorragend.