Zitronenschnitten: Einfaches und schnelles Backrezept

Zitronenschnitten dekoriert mit Zitronenscheiben serviert auf einer weißen Tortenplatte, im Hintergrund zwei Zitronen als Deko

Cremige Zitronenschnitten … Sauer macht lustig – wer schon einmal Zitronen gegessen hat, weiß das. Dabei sind die gelben Zitrusfrüchte so viel mehr als einfach nur sauer. Zitronen weisen einen hohen Gehalt an Kalium, Calcium und Magnesium auf. Sie stärken zudem die Funktionen von Nerven, Herz und Muskulatur.

Ich kann mich noch aus meiner Kindheit an die Torten beim Bäcker erinnern, mit den leuchtenen gelben oder roten Guss und der weißen Joghurtcreme. Sie sahen so lecker aus und geschmeckt haben sie auch so gut. Sie waren so leicht und locker und vor allem im Sommer ein Genuss. Und diese Erinnerung wollte ich wieder auf den Kaffeetisch bringen. Meine Familie habe ich gefragt, welche Geschmacksrichtung – Zitrone oder Erdbeere. Sie haben sich für Zitrone entschieden und so kam entstand dieses Rezept, nur nicht in Form einer Torte sondern als Schnitten. Geschmacklich war ich überrascht, denn sie kamen denen von damals vom Bäcker sehr nahe.

Zitronenschnitten – cremig und erfrischend

Diese Schnitten schmecken wunderbar cremig leicht und lecker zitronig. Gut gekühlt aus dem Kühlschrank sind sie genau das Richtige nicht nur für heiße Sommertage, sondern auch während allen anderen Jahreszeiten. Für mich gehören die leckeren Zitronenschnitten nicht nur in den Sommer, ich kann sie das ganze Jahr essen. Für mein Rezept habe ich eine rechteckige Springform mit der Maße 38 x 25 cm genommen.

Zitronen – das Wichtigste in meinem Rezept

Das Wichtigste in diesem Rezept sind frische Zitronen. Normalerweise nehme ich ganz frische, aber diesmal habe ich den Zitronensaft von Diana Companie genommen.
Das Püree enthält 90% Zitronenfruchtfleisch und -saft. Die einzelnen Obstsorten werden auf hochwertigen und fruchtbaren Böden angebaut. Die Früchte werden zum Zeitpunkt ihrer größten Reife geerntet und das Püree ist ohne Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen.

Nimmst du frische Zitronen, dann solltest du nach Bio- Zitronen greifen, weil die Schale ungehandelt und ohne Wachsschicht auskommt. Der Abrieb bleibt frisch und sauber im Geschmack. Der Saft sorgt für Säure. Für die Creme ist die Balance entscheidend: Zu viel Saft macht sie sauer oder zu flüssig, zu wenig Saft lässt sie nicht nach Zitrone schmecken. Der Abrieb ist daher auch sehr wichtig, denn dieser bringt zusätzlich Frische und Aroma.

Zitronen haben etwas Magisches: Sie bringen einerseits eine natürliche Frische und Säure, das sofort gut Laune macht. Und genau diese Eigenschaften machen Zitronenschnitten zu einem perfekten Kuchen für warme Sommertage oder wenn man Lust auf etwas Frisches hat.

Besser frisch gepresst anstelle von fertigen Zitronensaft

Zitronen sollten immer frisch gepresst werden. Fertiger Zitronensaft kann auch verwendet werden, aber dieser ist meist nicht zu intensiv und ist auch leicht bitter. Wenn gekaufter, dann würde ich wie bereits erwähnt das Zitronenpüree verwenden.
Für den Kuchen kannst du auch Limetten nehmen. Da sie etwas saurer sind, solltest du auch etwas mehr Zucker nehmen. Du brauchst auch mehr Limetten, denn sie sind meist nicht so saftig wie Zitronen. Hast du Zitronen und Limetten im Haus, dann nehme den Saft von den Zitronen und den Abrieb von den Limetten.

Zitronenschnitten dekoriert mit Zitronenscheiben serviert auf einer weißen Tortenplatte, im Hintergrund zwei Zitronen als Deko

Zubereitung der Zitronenschnitten

Zitronenschnitten bestehen aus drei Komponenten: Boden, Zitronencreme und Guss.

Boden

Für den Boden, in meinem Rezept ein Biskuitteig, werden Mehl, Backpulver, Puddingpulver und Salz gemischt und gesiebt. Während der Backofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizt, schlägst du die weiche Butter mit 80 g Zucker mit der Küchenmaschine schaumig auf. Danach gibst du die Eier einzeln zu und lässt alles weiterrühren bis du eine cremige Masse bekommst. Nun noch den Zitronenabrieb und den Zitronensaft Saft gut einrühren und anschließend das Mehlgemisch esslöffelweise zugeben und unterrühren. Den Teig füllst du in deine Springform und streichst die Oberfläche glatt. Und schon kann der Boden für deine Zitronenschnitten gebacken werden. Nach Ende der Backzeit vergiss nicht die Stäbchenprobe zu machen. Es wäre doch schade, wenn er nicht richtog durchgebacken ist.

Zitronencreme für die Zitronenschnitten

Zuerst weichst du die Gelatine in kaltem Wasser ein und lässt sie ca 5 min quellen. In der Zwischenzeit rührst du Mascarpone, Joghurt, Zitronensaft und -schale sowie Zucker cremig. Die Sahne schlägst du steif. Die Gelatine drückst du gut aus und schmilzt sie in einem kleinen Topf bei geringer Hitze. Zum Temparaturangleich gibst du von der Creme 4 EL zu der geschmolzenen Gelatine zu und verrührst es, anschließend gibst du sie in die komplette Creme und rührst sie zügig unter. Zum Schluss nur noch die Sahne unterheben… und fertig ist die leckere Zitronencreme. Die Creme gibst du auf den Boden und streichst alles gleichmäßig glatt. Die Zitronenschnitten müssen jetzt für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, ehe du die letzte Schicht aufträgst.

Jetzt noch der Abschluss

Der Guss ist die letzte Schicht. Diese habe ich mit Zitronensaft, Wasser, Zucker und Tortenguss klar zubereitet. Damt sie schön gelb aussieht, kamen noch ca. 5 Tropfen gelbe Lebensmittelfarbe hinzu. Den Guss solltest du etwas abkühlen lassen und dann mittels eines Löffels oder in einem dünnen Strahl zügig auf die Creme verteilen (siehe meine Tipps zum Guss). Damit der Guss fest wird, stelle den Zitronenkuchen wieder in den Kühlschrank. Wenn die Schicht dann fest ist, kannst du sie deinen Gästen servieren.

Die Balance zwischen Süße und Säure ist entscheidend – und genau das machen Zitronenschnitten. Du bekommst eine Kuchen, das gleichzeitig cremig, frisch und leicht ist.

Serviere den Kuchen immer gut gekühlt, dann lässt er sich auch gut schneiden. Dabei solltest du das Messer vorher ins heiße Wasser tauchen, abtrocknen und dann schneiden.

Die wichtigsten Zutaten des Zitronenkuchens und ihre Aufgaben

Zitronen: Entweder nimmst du Zitronensaft oder du kaufst frische Zitronen. Bio- Zitronen eignen sich da besonders gut, denn hier kannst du ohne schlechtes Gewissen auch die Schale als Abrieb nutzen. Sie sind frei von Wachsschichten und die Schale enthält ätherische Öle.

Zucker: Zucker balanciert die Säure der Zitronen aus. Außerdem ist er auch für die Struktur in der Creme verantwortlich.

Butter: Für den Boden ist Butter entscheidend, denn sie sorgt für Geschmack und eine tolle Textur.

Eier: Die Eier sollten zimmerwarm sein. Sie haben die Aufgabe die anderen Zutaten zu binden.

Mascarpone, Joghurt und Sahne: Diese drei Zutaten machen die Creme in den Zitronenschnitten besonders weich und luftig.

Ein Stück Zitronenkuchen auf Glasteller, im Hintergrund Kuchenstücke auf weißem Tortenteller

Tipps für perfekte Zitronenschnitten

Boden: Hier solltest du darauf achten, dass du den Teig, nachdem du das Mehl hinzu gegeben hats, nicht mehr zu lange rührst. Der Teig sollte weich aber nicht zu flüssig sein. Achte auch darauf, dass der Boden vollständig ausgekühlt ist bevor du die Creme aufträgst.

Creme: Die Gelatine immer gut ausdrücken. Wichtig ist, dass du auf den Temperaturausgleich zwischen Gelatine und Creme achtest – du willst doch keine Klümpchen in deiner Creme. Die Sahne wird immer zum Schluss untergehoben.

Guss: Der Guss sollte nicht zu heiß sein, ideal ist handwarm, sonst schmilzt die Creme. Die Creme sollte auch gut gekühlt sein, also der Kuchen ohne Guss sollte für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank. Verteile den Guss gleichmäßig, damit die Oberfläche schön glatt wird.

Tipps zum Auftragen – Nicht kippen und nicht schütten! Den Guss langsam in einem dünnen Strahl in die Mitte laufen lassen, dabei die Form sanft nach links, rechts und vorne neigen, damit der Guss sich setzt. Hast du Blasen, dann nimm einen Zahnstocher und steche sie kurz an – Nicht pusten!
Wenn der Guss ganz perfekt werden soll, dann trage ihn in zwei Schichten auf. Erst eine dünne Schicht ca. 5 min anziehen lassen und dann die zweite Schicht darüber verteilen.
Nach dem Auftragen sollte die Form nicht mehr bewegt werden, ansonsten kann es passieren, dass du Wellen bekommst.

Fazit

Zitronenschnitten sind unkompliziert, frisch, cremig und auch für Backanfänger geeignet. Fluffiger Boden, eine frische cremige Zitronenschicht und ein klarer Guss, der alles sauber abschließt. Die Kombination aus Säure und Süße macht sie leicht und sommerlich.
Wenn du meinen ZitronenKuchen vom Blech auch gebacken hast, dann lass ein Feedback hier und markiere mich doch gerne bei Instagram mit @Simonesbackideen, damit ich deine Kreation auch sehen kann.

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Backen!

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Deine Fragen und meine Antworten

Kann ich die Creme auch ohne Gelatine machen?
Das geht und zwar mit Apart oder Agar Agar. Es kann aber sein, dass die Konsistenz anders wird.

Kann ich den Zitronenkuchen auch schon am Vortag backen?
Ja auf jeden Fall. Ich backe meine Kuchen immer schon am Vortag. So können die Aromen besser durchziehen und der Kuchen schmackt noch besser. Er sollte aber kühl gelagert werden.

Kann ich die Zitronenschnitten glutenfrei backen?
Mit Maismehl oder glutenfreiem Mehr geht es bestimmt auch. Leider habe ich hier keine Erfahrungswerte.

Wie lange kann ich den Zitronenkuchen aufbewahren?
Im Kühlschrank halten die Zitronenschnitten ca. 1 Woche. Sie sollten aber immer gut abgedeckt werden, damit die Creme nicht austrocknet. Ob sie eingefroren werden können, weiß ich nicht. Ich denke, dass die Creme nach dem Auftauen nicht mehr so stabil ist.

Warum wird der Guss fleckig?
Da gibt es nur eine Antwort, dein Guss war zu heiß und die Creme nicht lange gekühlt.

Kann ich die Creme mit Frischkäse statt Mascarpone zubereiten?
Das geht sicher, die Creme wird etwas leichter, aber bleibt trotzdem stabil.

Kann ich den Guss auch farbig machen?
Ich habe bei meinem Rezept noch gelbe Lebensmittelfarbe in den Guss gegeben. Du kannst es auch weglassen, dann wird der Guss heller und nicht so kräftig.

Eignet sich der Kuchen auch für ein Buffet?
Wenn die Creme gut durchgekühlt ist, kannst du den Kuchen in kleine Mini- Stücke schneiden. Achte darauf, dass du für einen sauberen Schnitt, das Messer wärmst.

Ein Stück Zitronenkuchen auf Glasteller, im Hintergrund Kuchenstücke auf weißem Tortenteller

Zitronenschnitten

Simone
Rezept für cremige Zitronenschnitten, super lecker und schnell gemacht
5 from 6 votes
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten

Kochutensilien

  • rechteckige Springform 38 x 25 cm

Zutaten
  

Biskuitboden

  • 120 g Margarine
  • 80 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Mehl
  • 10 g Backpulver
  • 1 Pck Puddingpulver Vanille
  • 2 EL Zitronensaft
  • 6 g Zitronenabrieb

Zitronencreme

  • 250 g Mascarpone
  • 300 g Naturjoghurt
  • 400 ml Schlagsahne
  • 10 Blatt Gelatine
  • 70 g Zucker
  • 110 ml Zitronensaft

Decke

  • 2 Pck Tortenguss klar
  • 250 ml Zitronensaft
  • 150 ml Wasser
  • 90 g Zucker
  • 4-5 Tropfen gelbe Lebensmittelfarbe

Anleitungen
 

  • Mehl, Backpulver, Salz und Puddingpulver mischen und sieben.
    Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
    Weiche Butter mit dem Zuckercremig aufschlagen. Eier einzeln zugeben und gut einrühren. Nun den Zitronendaft sowie den Zitronenabrieb zugeben und alles verrühren. Zum Schluss das Mehlgemisch esslöffelweise zugeben und gut unterrühren. Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden. Den Teig einfüllen und glatt streichen, ca. 10 bis 12 min backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.
    Mit einem Messer am Rand lang fahren, dann Springformrand vorsichtig lösen. Mit Hilfe eines Bretts den Boden wenden und das Backpapier abziehen. Den Boden zurück auf die Backform legen und den Springformrand anlegen.
    120 g Margarine, 80 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 4 Eier, 1 Prise Salz, 120 g Mehl, 10 g Backpulver, 1 Pck Puddingpulver Vanille, 2 EL Zitronensaft, 6 g Zitronenabrieb
  • Für die Creme die Gelatine im kalten Wasser ca. 10 min quellen lassen. In der Zwischenzeit Mascarpone, Joghurt, Zitronensaft und -abrieb sowie Zucker cremig rühren. Die Schlagsahne in einer weiteren Rührschüssel steif schlagen. Gelatine gut ausdrücken und in einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen. 4 EL der Creme zur Gelatine geben und verrühren. Anschließend in die komplette Creme geben und zügig verrühren. Nun die Sahne unterheben.
    Die Creme auf den Boden gleichmäßig verteilen, glatt streichen und für ca 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
    250 g Mascarpone, 300 g Naturjoghurt, 400 ml Schlagsahne, 10 Blatt Gelatine, 70 g Zucker, 110 ml Zitronensaft
  • Zum Abschluss aus den Zitronensaft, Wasser, gelber Lebensmittelfarbe und Zucker den Tortenguss zubereiten. Zügig uber die feste Creme gleichmäßig verteilen. Wieder in den Kühlschrank stellen. Wenn die Decke fest ist, kannst du den Kuchen in Schnitten teilen und servieren.
    2 Pck Tortenguss klar, 250 ml Zitronensaft, 150 ml Wasser, 90 g Zucker, 4-5 Tropfen gelbe Lebensmittelfarbe

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6 Kommentare

  1. 5 Sterne
    wie sie früher beim Bäcker gab, super Rezept

  2. 5 Sterne
    wie sie früher beim Bäcker gab, super Rezept

  3. 5 Sterne
    wie sie früher beim Bäcker gab, super Rezept

  4. 5 Sterne
    wie sie früher beim Bäcker gab, super Rezept

  5. 5 Sterne
    wie früher, nur als Torte , habe ich ausprobiert, sehr sehr lecker

  6. Sabine Marschewski

    5 Sterne
    Nach dem Rezept habe ich gesucht. Danke

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